Vorteile der arbeit in Deutschland

Vorteile der arbeit in Deutschland

Arbeitserlaubnis / Aufenthaltstitel

Seit 2005 wurde in deutschen Gesetzen die Möglichkeit geschaffen, einen Aufenthaltstitel zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland zu bekommen. Die wesentlichen Regelungen hierzu sind in den §§ 18-21 AufenthG niedergelegt. Die Möglichkeit der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland für Hochschulabsolventen, unerheblich, ob diese ihr Studium in Deutschland oder im Ausland beendet haben ebenso wie die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland sind mittlerweile nicht die einzigen Möglichkeiten, einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachzugehen.

Seit Mitte des Jahres 2013 wurde mit der so genannten Beschäftigungsverordnung die Grundlage geschaffen, auch anderen Fachkräften, das heißt denjenigen, die zwar über eine Fachausbildung verfügen, aber nicht einen Hochschulabschluss vorweisen können, die Möglichkeit der erleichterten Zuwanderung nach Deutschland eröffnet. Die Bundesagentur für Arbeit macht jedes halbe Jahr eine so genannte Positivliste, in der die Berufe bzw. Berufszweige benannt werden, in denen ein dringender Bedarf an Arbeitskräften in der Bundesrepublik Deutschland besteht. Will jemand auf diesem Wege nach Deutschland kommen, muss er wissen, welche Rechte er mit der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland erwirbt.

Eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Erwerbstätigkeit wird in der Regel erstmals unter Vorlage eines Arbeitsvertrages mit einem konkreten Arbeitgeber und dem Nachweis der entsprechenden fachlichen Qualifikation für die Dauer zwischen 1 Jahr bis 3 Jahre erteilt. Nach 2 Jahren als entsprechende Fachkraft in der Bundesrepublik Deutschland wird dem Ausländer in der Regel eine unbeschränkte Arbeitserlaubnis erteilt, mit der Möglichkeit auch in anderen Berufen zu arbeiten, bis hin zur Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit.

Mindestlohn

Für die überwiegende Zahl der Berufe besteht in Deutschland ein Tarifvertrag bzw. es gibt Pläne, entsprechende Tarifverträge zu schließen. Das bedeutet für den Arbeitnehmer, dass er regelmäßig einen Gehalt bekommt, der seinen deutschen Kollegen entspricht. Darüber hinaus gilt seit 2015 für die meisten Berufe und Berufszweige so genannter Mindestlohn. Das heißt die Höhe dieses Lohnes darf bei der Beschäftigung des Arbeitsnehmers, ob Ausländer oder nicht, nicht unterschritten werden. Der gesetzliche Mindestlohn wird seit dem Inkrafttreten des Gesetztes 2015 jährlich nach oben angepasst und beträgt im Jahr 2018 – 8,84€/Std. In der Pflegebranche gilt der folgende Mindestlohn: 10,05 €/Std (Ost) und 10,55 €/Std (West).

 

Sozialer Schutz/Familie

Nach dem deutschen Recht wird der Arbeitnehmer gesetzlich versichert bei der Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung (so genannte Sozialversicherung). Die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge wird von dem Arbeitgeber bezahlt.

Ein verheirateter Arbeitnehmer, der zum Zwecke der Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis bekommt, hat einen Anspruch auf Familiennachzug mit seinem Ehegatten und minderjährigen Kindern, wobei der Ehegatte im Falle des Familiennachzugs sofort eine unbeschränkte Arbeitserlaubnis erhält und damit ohne Bindung jeglicher Berufstätigkeit nachgehen kann.

Bei einem verheirateten Arbeitnehmer, dessen Ehefrau und Kinder keiner Beschäftigung nachgehen, wird regelmäßig eine so genannte Familienversicherung bei derselben gesetzlichen Krankenkasse/Krankenversicherung abgeschlossen, ohne dass es hierzu gesonderten Zahlungen seitens der Familienangehörigen bedarf. Sollten im Rahmen eines Familiennachzuges zu dem Arbeitnehmer auch neben der Ehefrau die minderjährigen Kinder nachziehen, hat der Abreitnehmer weiterhin einen gesetzlichen Anspruch auf Zahlung eines so genannten Kindergeldes, das derzeit pro Kind mindestens 194 € beträgt.